Vom Freiwasser ins Eis
Ines begann schon früh mit dem Schwimmen im Verein und gewann mit fünf Jahren ihren ersten Wettkampf. Schwimmen als Leistungssport bedeutete fast 20 Trainingseinheiten pro Woche — oft mehr als 100 Kilometer im Wasser.
Sie war viele Jahre im Kader des Deutschen Schwimm-Verbandes und bestritt internationale Meisterschaften im Freiwasser bis zu 25 Kilometern.
Neben dem Wettkampfsport ist sie seit knapp zehn Jahren auch als Speakerin aktiv. Die studierte Sportwissenschaftlerin engagiert sich unter anderem beim Deutschen, Bayerischen und Berliner Schwimmverband.
Im Nationalteam bei den Europameisterschaften 2026 in Molveno (Italien)
Vor dem Start über 500 m — Bahn 3
„Es ist alles Kopfsache. Kalt bleibt es trotzdem, und weh tut es auch. Aber mit der richtigen Einstellung geht fast alles."
Eisschwimmen — Erfolge
Eisschwimm-Europameisterschaft in Molveno (Italien): Silber über 500 m Freistil in 6:51,21 Minuten und Silber über 200 m Lagen.
Weltrekord für die schnellste Eismeile (1.609,3 m) einer Frau in 21:33 Minuten, offiziell anerkannt von Guinness World Records (gemeinsam mit Julia Wittig), geschwommen im Wöhrsee in Burghausen (Deutschland). Im selben Jahr von der World Open Water Swimming Association unter die „World's 50 Most Adventurous Open Water Women" gewählt.
Winter Swimming World Championships (IWSA) in Tallinn (Estland): Weltrekord über 450 m Freistil in 5:40,57 Minuten — bis heute der offizielle Rekord in dieser Altersklasse.
Eisschwimm-Weltmeisterschaften (IISA) in Burghausen (Deutschland): Gold über 200 m Freistil, Gold über 500 m Freistil, Silber über 1000 m und Bronze über 100 m Lagen.
Freiwasserschwimmen — Erfolge
Starts auf der FINA Open Water Swimming Grand Prix Serie in Serbien und Israel. Bis 2014 im Kader der deutschen Langstreckenschwimmer.
Bronze bei den Deutschen Meisterschaften über 10 km, Vizemeisterin über 25 km mit erreichter WM-Norm, Gesamtsieg im Europacup. Sicherte sich damit die Kaderzugehörigkeit im Deutschen Schwimm-Verband.
Deutsche Jahrgangsmeisterin über 5 km, danach 5. Platz DM über 10 km und 10. Platz beim Europacup in Italien.
Verbandsarbeit
Seit rund zehn Jahren ist Ines Hahn als Speakerin für den Bayerischen Schwimmverband unterwegs, außerdem für den Deutschen Schwimm-Verband, wo sie angehende Eisschwimm-Lehrkräfte ausbildet. Im Berliner Schwimmverband gliedert sie das Eisschwimmen in die Verbandsstruktur ein und gestaltet den Aufbau von Grund auf mit. In der Vergangenheit verantwortete sie zudem ein Jahr lang die Kommunikationsarbeit für die International Ice Swimming Association (IISA).
Berufliche Stationen
Auch abseits des Wassers kennt Ines Hahn das Gefühl, als Erste loszulegen. Als Chief of Staff eines Berliner Start-ups trägt sie operative Verantwortung, für die es keine Blaupause gibt. Davor hat sie als Head of Italy den Markteintritt eines deutschen Fintech-Unternehmens komplett neu aufgebaut — mit voller unternehmerischer Verantwortung für einen Markt, den es vorher schlicht nicht gab.
Der rote Faden: Strukturen schaffen, wo vorher keine waren, und in ungewohnter Lage die Ruhe behalten — dieselbe Haltung, mit der sie sich auf einen Start im Eiswasser vorbereitet. Diese Eisbrecherin-Haltung kennt sie nicht nur aus dem Wasser, sondern genauso aus neuen Märkten und Teams — und genau diese Erfahrung bringt sie in ihre Vorträge ein.